Auch wenn heute ein völliger Verzicht auf fossile Brennstoffe noch nicht möglich ist, bieten die so genannten erneuerbaren Energien doch ein großes Potenzial für den Klimaschutz. Ihr Anteil an der Energieversorgung ist in Deutschland in den vergangenen Jahren kräftig gewachsen. So trugen sie 2009 bereits zu 8,9 Prozent zum Primärenergieverbrauch, zu 10,1 Prozent zum Endenergieverbrauch und zu 16,1 Prozent zur Stromerzeugung bei.
Angesichts der schwindenden Vorräte fossiler Energieträger und des Klimawandels sind alternative Energieformen gefragt, die nach dem Prinzip der Nachhaltigkeit genutzt werden können. Die Bundesregierung hat in ihrem Energie- und Klimapaket deshalb beschlossen, den Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromversorgung bis 2020 auf 30 Prozent und bei der Wärmeversorgung auf 14 Prozent zu erhöhen. Der gesamte nationale Bruttoendenergieverbrauch soll bis dahin zu 18 Prozent aus regenerativen Quellen stammen. Seit Januar 2009 ist das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz in Kraft. Es regelt die Pflicht zur regenerativen Wärmeerzeugung in Neubauten. Dazu gibt es verschiedene Fördermöglichkeiten für Bauherren.
Erneuerbare Energien sind aber auch ein Motor für Wachstum und Beschäftigung: Im Jahr 2009 arbeiteten in diesem Sektor bereits über 300.000 Menschen. Eine Zahl, die weiter stark steigen wird.
Nachwachsende Rohstoffe (NawaRo) sind Pflanzen, die Landwirte nicht für die Lebensmittelindustrie produzieren, sondern für die industrielle Weiterverarbeitung. Sie können aber auch zur Erzeugung von Wärme, Strom und anderen Energieträgern eingesetzt werden, zum Beispiel in Bioerdgas-Anlagen.