Abwärme
ist der bei der Kraft- oder Wärmeerzeugung oder bei chemischen Prozessen anfallende Anteil an Wärmeenergie, der ungenutzt in die Umwelt entweicht. Oft kann ein technisches Gerät oder eine technische Anlage nicht betrieben werden, ohne dass Abwärme entsteht. Die Abwärme muss meistens in geeigneter Form abgeleitet werden, um das Gerät oder die Anlage nicht zu überhitzen oder um bei geschlossenen Anlagen den Ausgangspunkt des Kreislaufmediums wiederherzustellen. In Ballungsgebieten führt Abwärme zu einem mittleren jährlichen Temperaturanstieg von einem Grad Celsius.
Alternative Energien
Erneuerbare Energien
Bioerdgas
ist eine veredelte Form von Biogas. Die Veredlung beinhaltet das Abscheiden von Kohlendioxid und Schwefel. Um den Brennwert des Biomethans dem Erdgaswert anzugleichen, wird Propangas zugeführt. Bioerdgas steht auf einer Qualitätsstufe mit herkömmlichem Erdgas, verfügt über dieselben Eigenschaften und kann somit direkt ins Erdgasnetz eingespeist werden. Bioerdgas verbrennt CO2-neutral. Auch während der Produktion wird nur wenig CO2 freigesetzt.
Biorohgas
bezeichnet im Allgemeinen ein Gemisch aus den Hauptkomponenten Methan und Kohlendioxid und wird in speziellen Biogasanlagen produziert. Es entsteht durch Vergärungsprozesse beim Abbau organischer Abfallstoffe sowie nachwachsender Energiepflanzen wie Mais. Bei der Produktion von Biogas wird nicht mehr Kohlendioxid freigesetzt als die Pflanzen während ihres Wachstums über die Fotosynthese aufgenommen haben.
Biomasse
bezeichnet im Allgemeinen die gesamte durch Pflanzen oder Tiere erzeugte organische Substanz. Biomasse enthält Energie, die zum Beispiel während des Wachstums einer Pflanze aus der Sonnenstrahlung gewonnen wurde. Diese Energie kann beispielsweise durch Verbrennen wieder freigesetzt werden. Biomasse bildet den Ausgangsstoff zur Biogasproduktion.
Blockheizkraftwerke (BHKW-Anlage)
sind Anlagen, die nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung gleichzeitig Wärme und Strom erzeugen. Dadurch entstehen bei diesen Anlagen Wirkungsgrade von über 80 Prozent. Da Blockheizkraftwerke meist mit Erdgas betrieben werden, ist ihre Nutzung auch mit Bioerdgas möglich.
CO2-Gebäudesanierungsprogramm
Die bundeseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) vergibt an Eigentümer eines Altbaus günstige Darlehen für Umbauarbeiten, die den Energieverbrauch der Immobilie deutlich senken.
CO2-Neutralität
oder „CO2-neutral“ bezeichnet Zustände oder Prozesse, bei denen das aktuelle globale CO2-Gleichgewicht nicht verändert wird.
Energieberatungszuschüsse
gewähren das Bundeswirtschaftsministerium und die bundeseigene Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) vor allem kleinen und mittleren Unternehmen. Das Förderprogramm besteht aus zwei Teilen: zum einen aus Zuschüssen von bis zu 80 Prozent der Kosten für fachkundige und unabhängige Energieberatung, zum anderen aus zinsverbilligten Krediten für besonders energieeinsparende Investitionen in den Unternehmen.
Energieeffizienz
bedeutet, dass für einen gewünschten Nutzen möglichst wenig Energieeinsatz nötig ist. Laut ökonomischem Prinzip sind Vorgänge auf Dauer nur dann erfolgreich, wenn jeder unnütze Verbrauch vermieden wird. Insbesondere gilt das für den nachhaltigen Umgang mit Energieträgern.
Energiepflanzen
sind Pflanzen, die sich besonders gut für die energetische Nutzung eignen und deren Anbau nur der technischen Weiterverarbeitung dient. In Deutschland werden beispielsweise Mais-, Raps- und Zuckerrüben als Energiepflanzen gezüchtet.
Erneuerbare Energien
sind Energien aus Quellen, die sich entweder kurzfristig von selbst erneuern oder deren Nutzung nicht zur Erschöpfung der Quelle beiträgt. Es handelt sich daher um nachhaltig zur Verfügung stehende Energieressourcen. Zu den erneuerbaren Energien zählen Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und Erdwärme. Sie werden auch regenerative oder alternative Energien genannt.
Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)
soll den Ausbau von Energieversorgungsanlagen vorantreiben, die auf Basis erneuerbarer (regenerativer) Quellen arbeiten. Grundgedanke ist, dass die Betreiber der zu fördernden Anlagen über einen bestimmten Zeitraum einen festen Vergütungssatz für die erzeugte Energie erhalten. Dies ermöglicht einen wirtschaftlichen Betrieb der Anlagen. Das Gesetz dient vorrangig dem Klimaschutz, soll aber auch die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern und Energieimporten verringern.
Fossile Brennstoffe
sind in geologischer Vorzeit aus den Abbauprodukten von toten Pflanzen und Tieren entstanden. Zu ihnen gehören Erdöl, Erdgas, Braunkohle, Steinkohle und Torf. Fossile Brennstoffe decken derzeit über 80 Prozent des weltweiten Energieverbrauchs. Das führt zu einer stetigen Abnahme der Ressourcen.
Klimawandel
steht eigentlich für die allgemeine Veränderung des Klimas über einen längeren Zeitraum. Derzeit wird der Klimawandel aber meist mit der globalen Erwärmung gleichgesetzt. Er bezeichnet damit den während der vergangenen Jahrzehnte beobachteten allmählichen Anstieg der Durchschnittstemperatur der erdnahen Atmosphäre und der Meere sowie die erwartete Erwärmung in der Zukunft.
Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)
wird bei Energiewandlungsanlagen genutzt, die sowohl Wärme als auch elektrische Energie erzeugen. Spezielle Anlagen speichern beispielsweise die bei der Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen produzierte Wärme. KWK-Anlagen erreichen durch die gleichzeitige Abgabe von Strom und Wärme einen sehr viel höheren Nutzungsgrad des Energieträgers als zum Beispiel reine Wärmekraftwerke.
Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz
ist ein Gesetz, mit dem der Erhalt, die Modernisierung und der Ausbau von KWK-Anlagen gefördert werden soll. Es beinhaltet, dass mittels KWK-Anlagen erzeugter und ins Netz eingespeister Strom mit einem Bonus pro Kilowattstunde vergütet wird. Ziel ist eine verstärkte Nutzung von KWK-Anlagen und damit eine weitere Minderung der Kohlendioxid-Emissionen.
MITBIOGAS
ist ein Erdgas-Bioerdgas-Produkt von MITGAS mit fünf Prozent Bioerdgas aus nachwachsenden Rohstoffen.
Mini-Blockheizkraftwerke
arbeiten nach dem KWK-Prinzip und versorgen Gebäuden mit Wärme und Strom. Eine bestehende Heizungsinstallation kann bei Umstellung auf ein Mini-BHKW meist mit geringfügigen Änderungen weiter genutzt werden.
Nachwachsende Rohstoffe (NawaRo)
ist ein Sammelbegriff für land- und forstwirtschaftlich erzeugte Rohstoffe wie Holz, Flachs, Raps, Zuckerstoffe und Stärke aus Rüben, Kartoffeln oder Mais. Sie können nach der Aufbereitung weiter technisch oder energetisch verarbeitet werden. Entscheidender Vorteil nachwachsender Rohstoffe im Vergleich zu Rohstoffen fossilen Ursprungs ist, dass sie prinzipiell unbegrenzt zur Verfügung stehen. Ein anderer Pluspunkt ist ihre CO2-Neutralität bei der Verbrennung.
Treibhauseffekt
ist nach heutigem wissenschaftlichem Stand der hauptsächliche Grund für die globale Erwärmung. Durch einen erhöhten Anteil so genannter Klimagase in der Erdatmosphäre (Kohlendioxid, Methan, Lachgas und andere) kann die Erde nicht mehr so viel Energie in den Weltraum abstrahlen, wie sie in Form von Solarstrahlung aufnimmt. Dadurch heizt sich die Erdatmosphäre langsam auf.
Turbomais
bezeichnet eine spezielle Maiszüchtung, die sich durch ihre Eigenschaften (schnelles Wachstum, Pflanzenhöhe bis zu drei Metern) besonders gut als Energiepflanze eignet.