Wie entsteht Bioerdgas?

Biogas entsteht bei der Vergärung von organischem Material mit Hilfe anerober Bakterien. Als Ausgangsstoffe eignen sich nachwachsende Rohstoffe, Gülle aus der Tierhaltung, Schlempe und Abfallprodukte. In der Biogasanlage werden diese Stoffe vermischt, homogenisiert und bei rund 38 Grad Celsius unter Luftabschluss vergoren. Danach wird das so genannte Rohbiogas zur Veredelung in die Methanaufbereitungsanlage weiter geleitet.
 
In einem Aufbereitungsverfahren, beispielsweise der Druckwasserwäsche, werden Kohlendioxid und Schwefelwasserstoff in Wasser gebunden und abgetrennt. Zurück bleibt ein Gas, das zu 97 Prozent aus Methan besteht. Ihm wird im Anschluss Propangas zugesetzt, um den Brennwert des Biomethans dem vorgeschriebenen Erdgaswert anzugleichen. Schließlich muss noch der Gasdruck auf 16 Bar erhöht und der spezifische Erdgasgeruch beigemischt werden. Dann kann das Bioerdgas in das Netz eingespeist werden.