Leipzig. Ab Mai können sich Kunden mit dem Angebot MITBIOGAS für eine Energiealternative entscheiden und einen Beitrag zur Umweltentlastung leisten. Bei dem Angebot MITBIOGAS wird fossilem Erdgas 5 % Bioerdgas beigemischt.
Das Besondere daran: Das Bioerdgas kommt aus der Region. In der ersten Bioerdgasanlage Ostdeutschland in Könnern (Sachsen-Anhalt) entsteht durch Vergärungs- und Veredelungsprozesse aus Biomasse wie Mais, Silage und Gülle Bioerdgas, welches direkt ins Netz von MITGAS-Netz eingespeist wird. Betreiber der Bioerdgasanlage ist agri.capital aus Münster, welcher mit MITGAS langfristige Verträge zur Pflege und Wartung der Anlage geschlossen hat. Jährlich ist eine Abnahmemenge von 42 Millionen kWh Bioerdgas vereinbart.
Diese Menge bietet MITGAS nun seinen Kunden an. MITGAS-Geschäftsführer Dr. Jens Horn: „Langfristig sollen in Deutschland 10 bis 20 % des Energieverbrauchs durch den Einsatz erneuerbarer Energien abgedeckt werden. Mit dem Angebot MITBIOGAS bieten wir unseren Kunden ein innovatives Produkt und gehen einen Schritt in Richtung geringerer Abhängigkeit von Erdgasimporten“.
Momentan ist die Herstellung von Bioerdgas noch deutlich teurer als der Erdgasimport. Die finanziellen Mehrkosten bei MITBIOGAS liegen bei einem durchschnittlichen 4-Personen-Haushalt monatlich bei circa vier Euro. Kunden investieren damit in die Förderung erneuerbarer Technologien. Bis zum 31.12.2008 gibt es noch ein zusätzliches Highlight, denn pro gewonnenen Kunden pflanzt MITGAS einen Baum für die Stiftung Wald Sachsen. Derzeit wird das Produkt zertifiziert, damit Herkunft, Qualität und Menge des Bioerdgases nachweisbar sind.
Voraussetzung für MITBIOGAS ist eine Abnahmemenge von jährlich rund 8.000 kWh sowie eine Einzugsermächtigung. Der Kunde kann den Vertrag mit einer Frist von 4 Wochen zum Monatsende kündigen.